Warum ist Streitschlichtung notwendig?
Die Aggression unter Schülerinnen und Schülern nimmt immer mehr zu. Kleinste Streitereien eskalieren. Konflikte werden nicht nur verbal, sondern immer häufiger mit körperlicher Gewalt ausgetragen. Die Anlässe erscheinen häufig als Bagatelle. Sie führen aber zu Unterdrückung und Angst.
In der Fünf-Minuten-Pause rollt ein Füller vom Tisch auf den Boden des Klassenzimmers, jemand tritt darauf, es knackt. „Du Blödmann, du hast meinen Füller kaputtgemacht!“ „Wenn der auch auf dem Boden liegt. Den konnte ich doch nicht sehen.“ „Das hast du extra gemacht! Tu doch nicht so! So was macht dir doch Spaß!“
Nach dem verbalen Schlagabtausch kommt es zu einem Gerangel, zuletzt blutet eine Nase. Inzwischen hat es längst zur Stunde gegongt und der hereinkommende Lehrer erhält die undankbare Aufgabe, die Streitenden auseinander zu bringen, den „Schuldigen“ festzustellen und den Unterricht möglich zu machen.
Ob das, was dann unter Zeitdruck entschieden wird, „gerecht“ ist und zu einer befriedigenden Konfliktlösung führt?
Für solche und ähnliche Situationen gibt es an der EHR Schülerinnen und Schüler, die dafür ausgebildet sind, nach der Devise „schlichten statt strafen“ mit den Streitenden nach einer Lösung zu suchen, die beide Parteien zufrieden stellt.
Dabei geht es nicht um Sieg oder Niederlage oder darum, dass es einen Gewinner oder einen Verlierer gibt. Es geht nicht darum, wer Recht hat oder Recht bekommt. Es geht nicht darum DIE Wahrheit herauszufinden oder wer Schuld hat oder schuldig ist.
Die Streitschlichter sind darin trainiert, den Streitenden genau zuzuhören, sich in sie hineinzuversetzen und sie zu verstehen. Sie verhalten sich unparteiisch und sind verschwiegen.
Betreut werden die StreitschlichterInnen von
Fr. Heinrich, die euch auf der Suche nach einem Schlichter jederzeit helfen kann.